Meine Gedanken
Gedanken zur Beziehung zu einer Liebespuppe
Unsere Puppe wird zu dem was wir in ihr sehen – oder zu dem was wir in ihr sehen wollen. Das ist nicht unbedingt dem gleich, was andere in ihr sehen.
Deine Liebespuppe ist zu einem Spiegelbild dessen, wie Du bist.
Wir spielen zu wenig
- Eine Modelleisenbahn macht uns zum Betriebsleiter und Lokführer
- Ein RC-Modellflugzeug macht uns zum Kunstflugpiloten
- Ein Modellschiff zum Kapitän
- Die Puppe macht uns zum liebenden Partner
Es sind auch Modelle
Jemand sagte einmal zu mir:
Ist das Steuern von Modellflugzeugen per Fernsteuerung nur eine traurige Ersatzhandlung, weil ich es mir nicht leisten könne eine Pilotenlizenz zu machen?
Ich gab ihm als Antwort:
Durchaus kann ich eine Pilotenlizenz machen und mir auch problemlos leisten, jedoch; ich will gar nicht selbst fliegen, sondern ich möchte gerade genau das hier tun, das spielerische Umgehen mit dem Fliegen ist das Besondere und meine Phantasie ist in meinem Flugzeug. Und der Nervenkitzel bei der Landung ist der gleiche.
Nun setzen wir das mal auf unsere Liebespuppen um.
Die Liebspuppe sei eine Ersatzpartnerin / Ersatzpartner und alle Handlungen an- und mit ihr nur bedauernswerte Ersatzhandlungen?
Vielleicht haben wir die Liebespuppen, weil wir eben gerade ganz genau das so haben wollen! Ihre Schönheit und das Leben mit ihnen wird genauso von unserer Phantasie getragen. Der Sex mit ihnen ist sehr real, ein ganzheitliches Erlebnis und ein Nervenkitzel wie eine Flugzeuglandung.
Mit Happy End!
Die Beziehung
Es sagt über uns aus, dass jene einen Weg, eine Möglichkeit gefunden haben in dieser durchgedrehten Welt noch Romantik erleben zu können. Der letzte Ausweg. Eine kleine Insel, wo wir ohne Erwartungshaltung Intimität erleben dürfen.
Eine völlig andere Ebene als zu einer Frau. Nicht tiefer, nicht höher, oder schwächer. Es ist ein neuer, unbeschreiblicher Raum von Intimität und Freiheit. Das läuft auf der Phantasie-Ebene, dort wo nur wie allein sein können. Dort, wo wie ganz wie selbst sein können.
Möglicherweise ist auch das mit ein Grund, warum es immer mehr Menschen gibt die eine Doll als Ausweg aus dem Dilemma sehen und sich wünschen. Sie spüren, dass allem gerecht zu werden von ihnen erwartet wird. Diese leistungsorientierte Lebensumgebung, ohne Wertschätzung, nur auf Profit ausgelegt ist unmenschlich und vergiftet unsere Intimität gleich mit.
Wir neigen dazu, angetrieben durch die mediale Reizüberflutung und sozialen Netzwerke, immer schick, cool, taff, schön und stark zu sein uns vorgespiegelt wird, anzunehmen, dass es das ist was von uns erwartet wird. Und die sanftmütige, liebevolle und selbstlose Art, die bezeichnend für uns Menschen ist, wird davon verschüttet. Mehr und mehr verschwindet sie im Nebel hinter uns. Wir – auch ich damals – stehen infolge dessen plötzlich alleine da, wie vom Donner gerührt, aus den Augen verloren, dass wir Menschen geboren sind um füreinander da zu sein. Und weil wir eben so sind wie wir sind, suchen wir den Fehler alsbald bei uns und zweifeln an unserer Beziehungs- und Leistungsfähigkeit.
Die Doll selbst wird der Katalysator für die erotische Sensorik mit unserer Phantasie, die wie in sie projizieren. Mit ihren Taktilen und Visuellen Reizen erlebt man Erotik als etwas ganz neues.
Wenn wir es zulassen sind sie eine Bereicherung unseres Lebens. Denn sie geben uns Anlaß wieder unsere Phantasie zu benutzen.
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